Provinz

GERHARD RICHTER
Mao, 2018
29,7 x 23 cm
Auflage: 20 Exemplare, auf der Vorderseite betitelt, nummeriert, signiert, datiert (10 P.P., 6 A.P.)
Archival Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag, 276g/m² 
Vorzugsausgabe des Buches "Die Freiheit der Dinge" von Heinrich Miess, Köln 2018. 
Edition: 20, titled, numbered, signed dated recto (10 P.P., 6 A.P.)
Archival Fine Art Print on Hahnemühle Photo Rag, 276g/m² 
Collector's Edition of the book "Die Freiheit der Dinge" by Heinrich Miess, Cologne 2018. 
vergriffen / sold out



Die „48 Portraits“ von Gerhard Richter gehören zu den kanonischen Werken der westdeutschen Nachkriegskunst. Die Porträtreihe, heute im Besitz des Museum Ludwig in Köln, stand im Zentrum von Richters Ausstellung im deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 1972. Als Heinrich Miess zu Beginn der 2000er Jahre begann, Material zu den „48 Portraits“ zu sammeln, tat er das nicht, um den kunsthistorischen Exegesen zu Richters Werk eine weitere hinzuzufügen. Seit den 1980er Jahren ist Heinrich Miess als Lithograf und Drucker an der Produktion zahlreicher Editionen und Kataloge Gerhard Richters beteiligt. Als Nicht-Wissenschaftler, gleichwohl im Besitz intimer Kenntnisse über die Werkzusammenhänge und das Rhizom der Biografien der dargestellten Männer, schlug Miess einen Weg ein, auf welchem er der aleatorischen Ikonografie Richters eine eigene, ebenso freie literarische Forschung zur Seite stellte. Das Ergebnis liegt nach 15-jähriger Recherche jetzt in Buchform vor.
 
„Die Freiheit der Dinge. Ergänzungen zu Gerhard Richters Werkserie 48 Portraits“ (erschienen bei Strzelecki Books, Köln, im Buchhandel erhältlich) hat Richter derart begeistert, dass er sich nochmals dem Thema widmete. Für die Vorzugsausgabe des Buches von Heinrich Miess hat Gerhard Richter jetzt eine überraschende Edition für Provinz erstellt. Es handelt sich um die erneut bearbeite fotografische Reproduktion eines Porträts von Mao Zedong (1893-1976). Die Edition geht zurück auf ein von Gerhard Richter abfotografiertes Pressebild, das der Künstler vor genau 50 Jahren als Tafel 28 in seinen „Atlas“ aufgenommen hat. Der Chinesische Gewaltherrscher gehörte, gemeinsam mit anderen mehr oder weniger prominenten Männern und Frauen, zum mehrere hundert Bilder umfassenden Porträt-Reservoir, aus dem Richter schließlich die Auswahl der bekannten 48 weißen, männlichen, westeuropäischen und nordamerikanische Komponisten, Philosophen, Schriftsteller und Wissenschaftler des 19. und 20. Jahrhunderts auswählte.

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