PROVINZ

Jan Paul Evers
Kameralistischer Obskurantismus, 2016
Inkjetprint auf Hahnemühle Photorag
48,3 x 32,9 cm
Auflage: 20 / 3 EA
450,-

Jan Paul Evers (* 1982 in Köln, lebt in Köln, Preisträger „junger westen“ 2015) arbeitet im Feld der künstlerischen Fotografie und verbindet auf ungewohnte Weise die Praktiken der analogen Fotografie und der digitalen Bildbearbeitung. Evers Motive sind mitunter selbst fotografiert, der Künstler bedient sich aber auch gefundener Bilder aus Büchern und Magazinen oder verwendet Versatzstücke aus den digitalen Datenbanken des Netzes. In einem zweiten Schritt werden die Bilder im Fotostudio analog ausbelichtet, bearbeitet, entwickelt. In den Worten des Künstlers: »Das Motiv muss in die digitale Kiste und dann auf die analoge Gelatine, und damit geht es ins Labor, um das eigentliche, das richtige Bild herzustellen.« (J.P. Evers, in: Modernismus fängt zu Hause an, Katalog, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2014, S. 72). Seine Edition für PROVINZ und die Kunsthalle Recklinghausen „Kameralistischer Obskurantismus“ (2016) ist eine der seltenen Ausnahmen rein digitaler Bildgenese im Werk des Künstlers. In dem nur scheinbar ungegenständlichen Blatt zeigen sich, wie in den analogen Belichtungen des Künstlers, in Körnung, Abstufungen von Grauwerten und „Schmelz“ Qualitäten, die üblicherweise eher der Malerei bzw. der Graphitzeichnung eigen sind.

Jan Paul Evers (*1982 in Cologne, lives in Cologne, award recipient of „ars viva“ (2017) and “junger westen” (2015) does his work in the field of art photography and manages to merge the practice of analogue photography with digital image processing. Evers’ motifs include his own photos or also found illustrations from books, magazines and digital Internet data bases. “The motif must go into the digital box and then onto analog gelatine and so into the lab in order to fabricate the actual and appropriate picture.” (J.P. Evers, in: Modernismus fängt zu Hause an, catalogue by Verlag der Buchhandlung Walther König, 2014, p. 72). Our Edition, Kameralistischer Obskurantismus (2016) in collaboration with Kunsthalle Recklinghausen, is one of the rare exceptions in this artist’s otherwise purely digitally generated work. A seemingly non-figurative single sheet that, through graininess and gradations of gray tones, shows a fade-out flux otherwise typically seen in painting or graphite drawing.

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