PROVINZ

  • 1
  • 2

    Shannon Bool: 
    Knight, 2013

    Collage, Archivdruck und Öl auf Seide, 45 x 35 cm

     

  • 3

    Shannon Bool: 
    Chain Mail, 2013

    Collage, Archivdruck und Öl auf Seide, 45 x 35 cm

     

  • 4

    Shannon Bool: 
    Horse Mask
    , 2013

    Collage, Archivdruck und Öl auf Seide, 45 x 35 cm

     

  • 5

    Shannon Bool: 
    Ritter, 2013

    Collage, Archivdruck und Öl auf Seide, 45 x 35 cm

     

  • 6

    Shannon Bool: 
    Spring Battle, 2013

    Collage, Archivdruck und Öl auf Seide, 45 x 35 cm

     

  • 7

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

     

  • 8

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

  • 9

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

  • 10

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

  • 11

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

  • 12

    Shannon Bool: 
    Forensics for a Mamluk, 2013

    HD Video, Camera: Yari Marcelli; editing: Dani Gal; sound: Zohar Bonnie

    Edition of 3

Shannon Bool: 

Forensics for a Mamluk
Ausstellung 23.11. - 28.12.2013
Eröffnung: Saturday, 23.11.2013, 19 Uhr

(download english press release)

Wir freuen uns, die nächste Einzelausstellung mit der kanadischen Künstlerin Shannon Bool (*1972, lebt in Berlin) ankündigen zu dürfen. 

Das Kernstück der Ausstellung ist das Video „Forensics for a Mamluk“ (2013),  den Shannon Bool während ihres aktuellen Aufenthaltes als Stipendiatin der Villa Romana in Florenz entwickelt hat. Gegenstand des Filmes ist einer der größten und kostbarsten antiken Teppiche der Welt. Der gigantische ägyptische Mamlukken-Teppich aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war zwischen anderen Kunstgegenständen im Bestand des Palazzo Pitti in Vergessenheit geraten bis er 1982 durch den Florentiner Teppichexperten Alberto Boralevi in einem versiegelten Raum aufgespürt wurde. Das Video zeigt extreme Nahaufnahmen des Teppichs ebenso wie Manipulationen in der RGB-Farbpalette des Teppichs und vereinzelt totalere Aufnahmen der Motive und Texturen. 

Wie in anderen ihrer jüngsten Werke beschäftigt sich Shannon Bool in diesem Video mit dem Eindruck der Überforderung, der von einem Überfluss an Kunstgeschichte neuerer Zeit ebenso ausgehen kann wie von der Florentiner Renaissance  (i.e. Stendahl-Syndrom). Das Video fungiert als Kompass durch die mathematischen und architektonischen Elemente von Komposition und Ornament des Teppichs. „Forensics for a Mamluk“ (2013) präsentiert eine analytische Vogelperspektive auf ein Meisterwerk der dekorativen Künste, ein Objekt, dass auch deshalb in Vergessenheit geraten konnte, weil kunsthandwerkliche Erzeugnisse sich im kulturellen Kanon gegenüber Malerei und Skulptur lange nicht behauten konnten. Dessen ungeachtet repräsentiert der Mamlukken-Teppich als unübertroffene abstrakte Komposition die geometrische und mathematische Sensibilität der benachbarten Islamischen Länder – Kulturen, die wichtige Beiträge zu den mathematischen und wissenschaftlichen Errungenschaften der Renaissance geleistet haben. Dadurch, dass Shannon Bool den Teppich ein zweites Mal dem Dunkel des Archivs entreißt, erfahren diese zentralen Gedanken eine Wiederbelebung – zudem bringt die digitale Lesart des Teppichs diesen in einen zeitgenössischen Kontext. 

In einer gleichnamigen Serie kleinformatiger Collagen greift Shannon Bool ebenfalls auf die Motivik des Mamlukken-Teppichs zurück. Einzelne Ornamente und Fragmente des Teppichs bilden die Grundlagen für collagierte Bilder abstrakter Rüstungen, die für die kulturhistorische Bedeutung der Mamlukken als Kriegs- und Söldnervolk stehen. Die Collagen verbinden die Ikonografie der „harten“ antiken Rüstung mit den „weicheren“ geometrischen Formen des Orientteppichs. 

Shannon Bool wurde in Comox (BC, Kanada) geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Bool studierte  am Emily Carr Institute of Art and Design in Vancouver, Cooper Union in New York sowie  der   Städelschule in Frankfurt (bei Michael Krebber). Bool ist zur Zeit Residenz-Stipendiatin in der Villa Romana in Florenz. Ihr Werk wurde in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen gezeigt, u.a.  im Bonner Kunstverein, (2011), der Gesellschaft fur Aktuelle Kunst Bremen (2010). Ihre Werke sind Bestandteil in verschiedenen Gruppenausstellungen in nächster Zukunft, u.a. Screen and Décor, Southern Alberta Art Gallery, Lethbridge, Alberta; Soft Pictures, Fondazione Sandretto Re Rebaugengo, Turin; Girls Can Tell, Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen. Shannon Bools Werke finden sich in den Sammlungen des Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main und dem Lenbachhaus, München ebenso wie in zahlreichen Privatsammlungen wie der Saatchi Collection, London.

Shannon Bool

Superimpositions, 2012
Oil on vintage Photography
23,5 x 17,6 cm / 9,25 x 6,93‘
Framed (metal, museumglass)
5 Unikate / uniques, signiert / signed

Preis auf Anfrage / Price upon request

Anfrage / Request

 

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