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Lutz Braun


Geboren 1976 in Schleswig, lebt in Berlin
Vertretung Professor Franz Ackermann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe 2017/2018

Wesungen
Zwölf pigmentierte Tintenstrahldrucke auf archivbeständigem Karton
je 29,7 x 21 cm
Auflage: 12 (3 EA), in geprägter Leinenmappe, signiert, nummeriert
1.200 €
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Lutz Brauns „Wesungen“ sind auf den ersten Blick dystopische Bilder von Vereinzelung, Verzweiflung, öder Landschaft, Geschichten. Aber das trifft es nicht allein: die Bilder sind nicht ausschließlich narrativ im Sinn einer Abbildhaftigkeit, sondern die Figuren stehen alle in sichtbar künstlichen Landschaften und Architekturen wie in Bühnensituationen vor dem Betrachter, d.h. es handelt sich eher um Aufführungen als um Erzählungen. Darin gelangen, wie bei den Gemälden von Lutz Braun, Inhalt und Form zu einer Einheit. Farbe spielt eine zentrale Rolle im Werk des Künstlers, hier also die leuchtenden Primärfarben handelsüblicher Kugelschreiber. Landschaft, immer ein Kern in Brauns Malerei, bekommt in dieser poveren und skizzenhaften Fassung eine Leichtgkeit die der dystopischen Grundstimmung widerspricht. Die lichtempfindlichen Kugelschreiberzeichnungen werden durch die Drucktecknik (Pigmenttinte auf Archivpapier) beständig gemacht.

Lutz Braun, geboren 1976 in Schleswig, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte 1998-2003 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Per Kirkeby und Thomas Bayrle. Seine Werke fanden Eingang in zahlreiche internationale Gruppenausstellungen und Soloshows wie etwa “Der Tod ist eine Geisteskrankheit” 2012 bei ACME, Los Angeles. Neben den Gemälden und Zeichnungen spielen bemalte Teppiche eine zentrale Rolle in Brauns Werk.