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Matthieu Ronsse


Geboren 1981 in Kortrijk, Belgien, lebt in Ghent und Oudenaarde, Belgien

Exchange Pieces, 2014
Archival fine art print auf Awagami-Kozo-Papier, Kleister, Kohle
122 x 177 cm
10 Unikate mit verschiedenen Motiven
auf Anfrage
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Was ist ein gutes Bild? In der Serie „Exchange pieces“ setzt Matthieu Ronsse auf eine Verunklärung der Begriffe. Der Künstler verwendet als Grundlage eigene Fotos, deren Abzüge er per Fotokopierer vergröbert/verschlechtert, nur um sie anschließend in aufwändigster Weise per Museumsscanner zu digitalisieren und einem High-End-Druckprozess im Medium des pigmentierten Tintenstrahldrucks auf Japanpapier umzusetzen. Die verschiedenen Motive der Serie reichen von Reproduktionen eigener Arbeiten und Installationsansichten bis zu Bildern vom Ab- oder Aufbau von Ausstellungen des Künstlers. „Exchange pieces“ spielt mit den Qualitäten und Unzulänglichkeiten von technisch reproduzierten Bildern.

Die Edition im Format 112 x 177 cm erscheint in 50 verschiedenen Motiven als Unikate. Das jeweilige Blatt soll direkt auf die Wand tapeziert werden. Zum Druck werden Kleister sowie einige Körnchen Holzkohle mitgeliefert. Letztere werden in den Kleister eingerührt und mit dem Bild auf die Wand aufgetragen. Diese Vorgehensweise folgt der urspünglichen Installation (bei der Kölner Ausstellung „Marginala“ im Kunstwerk e.V., Köln 2014). Hier hatte Ronsse den Kleister mit einer angekohlten Leiste eines seiner eigenen Gemälde angerührt. Der hieraus resultierende Fehler - in Form von kleinen schwarzen Wischspuren im Bild - fügt sich in die Gesamtkonzeption der Arbeit, welche die ästhetischen Begriffe von Beschädigung und Unversehrtheit hinterfragt.



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