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Olaf Holzapfel


Geboren 1967 in Dresden, lebt in Berlin
Gastprofessor an der Kunstakademie Karlsruhe und der HfBK Hamburg

Blick durch Glas, 2019
Frottage, Pastellkreide auf Japanpapier
96 x 61 cm
acht Unikate
je 2.500 €
Anfrage

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Der in Dresden geborene Olaf Holzapfel (*1967, lebt in Berlin) gehört spätestens durch seinen besonderen Beitrag zur letzten Documenta in Kassel und Athen unter dem Titel „Zaun“ zu den vielbeachteten Künstlern seiner Generation.

Olaf Holzapfel, aufgewachsen in einem Land, das es nicht mehr gibt, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Räumen und deren konstituierenden Bedingungen, also Grenzen, Flächen, Häuten, dem Dazwischen. Das Wechselspiel zwischen dem Bild und dem Raum bestimmt sein Schaffen, das er souverän in den Medien Skulptur, Installation, Fotografie und Video ausspielt. Holzapfel schafft dabei in verblüffender Weise die Verbindung von „reiner“ Kunst mit inhaltlicher und/oder politischer Relevanz.

In Olaf Holzapfels Begriff des Zauns drücken sich nicht nur eigene Erfahrungen der Kindheit und Jugend aus, sondern vor allem auch Eindrücke aus Reisen des Künstlers in die ganze Welt. Urbane Räume wie die Megacities New York, Tokio oder Buenos Aires prägten wie die naturnahen Räume Mittel- und Osteuropas oder Südamerikas Holzapfels Verständnis von Außen und Innen, die sich in Architektur und Geografie ebenso bedingen und durchdringen wie in Psychologie und Politik. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die Materialien Stroh (als Dach, Matte oder Wand) und Holz (als Fachwerk, Dach oder Zaun) ein – beide Materialien finden sich umgesetzt als farbiger Oberflächenabrieb in der Unikatserie für Provinz „Blick durch Glas“ wieder.

Ever since his outstanding contribution to the last documenta in Kassel and Athens, titled Zaun [translates to “fence”], Olaf Holzapfel has become one of the most noted artists of his generation.

Born in Dresden, Olaf Holzapfel (*1967, lives in Berlin) grew up in a country that no longer exists; today, his work focuses on space and the constitutive conditions thereof: boundaries, areas, skins, the in between. The interplay between images and space determines his work, which he demonstrates with superior ease in his sculptures, installations, photographs and videos. Here, Holzapfel creates a connection between “pure” art and contextual and/or political relevance, often with surprising results.

Olaf Holzapfel’s concept of the fence not only incorporates experiences of his own childhood and youth but also impressions gathered during the artist’s travels around the world. Urban spaces, such as the megacities New York, Tokyo and Buenos Aires, and the unspoilt nature of Middle and Eastern Europe and South America all left their mark on Holzapfel’s understanding of the exterior and the interior, which define and permeate architecture and geography just as much as psychology and politics. Here, straw and wood are two materials that play a special role and are used as roofs, mats and walls (straw) and half-timbering, roofs and fences (wood). Both materials are reflected in the colourful shadings within A Glimpse through Glass [Blick durch Glas], a series of unique objects created exclusively for Provinz.


Fotos: Sebastian Schobbert

Website : http://olafholzapfel.de